Chin Woo Kung Fu Schule und das Shaolin Kloster
Shaolin ist die Geburtstätte der Kampfkünste. Auch heute trainieren und lehren die Mönche des Shaolin Klosters Kung Fu. Durch die guten Beziehungen von Chin Woo Gossmeister Chow zum Abt des Kloster sind immer wieder Trainingsreisen ins Shaolin Kloster mit Schülern der ChinWoo Schule unternommen worden. Durch die Jahre hindurch entstanden echte Freundschaften zu den Mönchen. Durch diese Beziehungen unterrichteten auch schon etliche Male, Shaolin Mönche bei uns in der China Halle. Am meisten gesehen war der Shaolin Mönch Liu. [mehr über die Shaolin Geschichte...]

Liu ist mit acht Jahren ins Shaolin-Kloster eingetreten. In den ersten Jahren musste er neben der Schule und dem Shaolin Kung-Fu Training vor allem bei den täglichen Arbeiten die im Kloster anfallen mithelfen. Liu hatte meisten Küchendienst. So ist der Shaolin-Mönch heute nicht nur ein ausgezeichneter Kung-Fu Kämpfer, sondern auch ein guter vegetarischer Koch.

Liu trainiert heute den Nachwuchs des Shaolin-Klosters. Sein Tag beginnt bereits um fünf Uhr in der Früh; vor Sonnenaufgang steigt er mit seinen Schülern zur Höhle des Bodhi Dharma auf - das heisst über tausend Treppenstufen steigen und das alles im Laufschritt. Danach gibt es Frühstück, das aus nahrhaftem Reisschleim besteht. Anschliessend drei Stunden Kung-Fu Training. Nach dem Mittagessen, dessen Hauptbestandteil aus Reis besteht, gehen die Kinder in die Schule und Liu widmet sich seinen persönlichen Übungen. Nach dem Abendessen, das wieder aus Reis besteht, werden nochmals drei Stunden trainiert. Anschliessend ist Nachtruhe.

Liu ist spezialisiert auf die neunteilige Peitsche, mit der er auch 2008 an den Olympischen Spielen teilnehmen will. Ein Markenzeichen von Liu ist der Bruchtest mit der Eisenstange; er zerbricht die Stange, indem er sie sich auf den Kopf schlägt.

Shaolin-Mönch Liu weilte bereits einige Male in der Schweiz und hat auch schon Freunde an der Chin Woo Kung-Fu Schule Uster gefunden. So ziehen die Schüler der Schule gerne mit Ihm durch die Stadt. Den Mönch zu unterhalten ist jedoch nicht ganz einfach; das liegt nicht nur daran, dass die meisten nicht Chinesisch sprechen. Nein, der Mönch hat keinen Besitz und interessiert sich auch nicht im Mindesten für die vielen Sachen, die in unseren Kaufhäusern angeboten werden. Umso interessanter ist es, mit Liu im Restaurant zu sitzen und mit Hilfe des Dolmetschers und Händen und Füssen zu philosophieren.